Du berechnest deine Instagram Engagement Rate, indem du die Anzahl der Aktionen bei einem Beitrag durch die Reichweite, deine Followerzahl oder die Anzahl der Impressionen teilst. Multipliziere das Ergebnis anschließend mit 100. Zähle zuerst die Likes, Kommentare und die Anzahl der gespeicherten und geteilten Beiträge zusammen. Welche Formel du wählst, hängt davon ab, was du vergleichen möchtest.
Im Folgenden wählst du eine passende Formel aus und erfährst Schritt für Schritt, wie du den Prozentsatz berechnest.
Was bedeutet Instagram Engagement Rate?
Engagement bedeutet, dass jemand mit deinem Beitrag interagiert, etwa indem er ihn mit einem Like markiert oder kommentiert. Die Engagement Rate drückt die Anzahl der Aktionen als Prozentsatz deiner Reichweite, deiner Follower oder deiner Impressionen aus. So betrachtest du nicht nur die reine Anzahl der Likes oder Kommentare.
Der Prozentsatz zeigt nicht, wie viele Menschen etwas getan haben. Eine Person kann dein Foto liken, kommentieren und speichern. Das sind drei Aktionen einer einzigen Person.
Notiere deshalb zu deinem Ergebnis, welche Formel und welche Aktionen du verwendet hast. „Meine Engagement Rate beträgt 5 %“ sagt wenig aus. Klarer ist: „5 % auf Basis der Follower, einschließlich Likes, Kommentare sowie gespeicherter und geteilter Beiträge.“
Welche Aktionen zählen als Instagram Engagement?
Bei einem Foto oder Video kannst du folgende Aktionen zusammenzählen, sofern dir die Zahlen vorliegen:
- Likes.
- Kommentare.
- Wie oft dein Beitrag gespeichert wurde, auch Saves genannt.
- Wie oft dein Beitrag geteilt wurde, auch Shares genannt.
Auch Antworten auf Stories und Interaktionen mit Stickern stehen in der Übersicht zu Instagram Interaktionen von Kontentino. Wähle die Aktionen aus, die zur betrachteten Beitragsart passen.
Siehst du sowohl eine Gesamtsumme als auch die einzelnen Zahlen, aus denen sie besteht? Verwende entweder die Gesamtsumme oder addiere die einzelnen Zahlen. Nutze nicht beides, sonst zählst du dieselben Aktionen doppelt. Rechne außerdem Profilbesuche oder neue Follower nicht einfach zu den Aktionen eines einzelnen Beitrags hinzu.
Fehlt eine Zahl? Notiere dann, dass du diese Aktion nicht berücksichtigst. Wenn du nicht weißt, wie oft ein Beitrag gespeichert wurde, bedeutet das nicht, dass er kein einziges Mal gespeichert wurde. Vergleiche nur Beiträge, bei denen du dieselben Arten von Aktionen berücksichtigst.
Welche Formel für die Instagram Engagement Rate wählst du?
Die Grundlage lautet immer: Anzahl der Aktionen ÷ gewählte Bezugsgröße × 100. Du wählst also die Zahl, durch die du teilst. In der Erklärung der Formeln für die Engagement Rate von Hootsuite findest du Berechnungen mit Reichweite, Followern und Impressionen.
| Das möchtest du vergleichen | Teile durch | Darauf solltest du achten |
|---|---|---|
| Aktionen im Verhältnis zu den Konten, die deinen Beitrag gesehen haben | Reichweite | Verwende die Reichweite desselben Beitrags. |
| Aktionen im Verhältnis zu deiner Followerzahl | Follower | Notiere, zu welchem Zeitpunkt du die Follower zählst. |
| Aktionen im Verhältnis zur Anzahl der Einblendungen | Impressionen | Wiederholte Einblendungen zählen mit. |
Durch die Reichweite teilen
Engagement Rate auf Basis der Reichweite = Aktionen ÷ erreichte Konten × 100.
Die Reichweite ist die Anzahl der einzelnen Konten, die deinen Beitrag gesehen haben. Jedes Konto zählt also nur einmal. Wähle diese Formel, wenn du die Anzahl der Aktionen mit der Anzahl der Konten vergleichen möchtest, die deinen Beitrag gesehen haben.
Angenommen, ein Geschäft vor Ort vergleicht zwei Fotos eines neuen Schaufensters. Das eine Foto erreicht deutlich mehr Konten als das andere. In diesem fiktiven Beispiel hilft die Berechnung anhand der Reichweite dabei, die Fotos zu vergleichen, statt nur die Likes zu zählen.
Durch die Followerzahl teilen
Engagement Rate auf Basis der Follower = Aktionen ÷ Follower × 100.
Bei dieser Formel vergleichst du die Anzahl der Aktionen mit der Größe deines Kontos. Nicht jeder Follower sieht jeden Beitrag. Auch Menschen, die dir nicht folgen, können liken oder kommentieren. Das Ergebnis sagt deshalb nicht aus, welcher Anteil deiner Follower aktiv war.
Angenommen, du möchtest als Creator deine eigenen Beiträge vergleichen. Dann kannst du in diesem fiktiven Beispiel jeweils durch deine Followerzahl teilen. Bei Beiträgen anderer Personen kannst du möglicherweise nicht sehen, wie oft sie gespeichert oder geteilt wurden. Wenn du nur Likes und Kommentare zählst, liefert deine Berechnung ein eingeschränkteres Bild.
Durch die Impressionen teilen
Engagement Rate auf Basis der Impressionen = Aktionen ÷ Impressionen × 100.
Impressionen sind Einblendungen. Sieht ein Konto deinen Beitrag mehrmals, kann das mehrere Impressionen ergeben. Wähle diese Formel, wenn du die Anzahl der Aktionen pro Einblendung vergleichen möchtest.
Ein fiktives Beispiel: Eine Yogalehrerin möchte wissen, wie viele Aktionen ein Beitrag über eine Probestunde pro Einblendung erzielt. Die Berechnung anhand der Impressionen beantwortet diese Frage. Sie zeigt nicht, wie viele Menschen eine Stunde buchen.
Verwende diese Formel nur, wenn dir die Anzahl der Impressionen des Beitrags vorliegt. Wird dir nur „Aufrufe“ angezeigt? Gehe nicht einfach davon aus, dass dies genau dasselbe bedeutet. Fehlt die benötigte Zahl, wähle eine Formel, für die du alle Daten hast.
Instagram Engagement Rate anhand eines Beispiels berechnen
Angenommen, du veröffentlichst ein Foto einer selbst gebackenen Torte. In diesem fiktiven Rechenbeispiel notierst du alle Zahlen zum selben Zeitpunkt:
| Kennzahl | Anzahl |
|---|---|
| Likes | 60 |
| Kommentare | 10 |
| Gespeichert | 15 |
| Geteilt | 15 |
| Erreichte Konten | 1.250 |
| Follower zum Messzeitpunkt | 2.000 |
| Impressionen | 2.500 |
- Addiere die Aktionen: 60 + 10 + 15 + 15 = 100 Aktionen.
- Wähle die Formel: Du möchtest die Aktionen mit der Reichweite vergleichen, also teilst du durch 1.250.
- Teile die Zahlen: 100 ÷ 1.250 = 0,08.
- Rechne in einen Prozentsatz um: 0,08 × 100 = 8 %.
Deine Engagement Rate auf Basis der Reichweite beträgt 8 %. Das sind acht Aktionen pro hundert erreichten Konten. Es bedeutet nicht, dass genau acht von hundert Konten etwas getan haben.
Mit denselben Daten kannst du auch die anderen Formeln verwenden:
- Auf Basis der Follower: 100 ÷ 2.000 × 100 = 5 %.
- Auf Basis der Impressionen: 100 ÷ 2.500 × 100 = 4 %.
Die Ergebnisse unterscheiden sich, weil du jeweils durch eine andere Zahl teilst. Keines dieser Ergebnisse ist für sich genommen falsch: Jedes beantwortet eine andere Frage.
Ist die Zahl, durch die du teilen möchtest, null? Dann lässt sich die Berechnung nicht durchführen. Notiere „nicht berechenbar“ statt 0 %.
Durchschnittliche Instagram Engagement Rate berechnen
Berechne zuerst den Prozentsatz für jeden Beitrag. Verwende immer dieselbe Formel und berücksichtige dieselben Arten von Aktionen. Addiere anschließend die Prozentsätze und teile das Ergebnis durch die Anzahl der Beiträge.
Ein fiktives Beispiel mit drei Beiträgen: Die Prozentsätze betragen 4 %, 6 % und 8 %. Zusammen ergibt das 4 % + 6 % + 8 % = 18 %. Der Durchschnitt beträgt 18 % ÷ 3 = 6 %. Jeder Beitrag wird dabei gleich gewichtet.
Du kannst auch zuerst alle Aktionen und alle Reichweiten addieren und anschließend teilen. Das ist eine andere Berechnung: Beiträge mit größerer Reichweite werden dann stärker gewichtet. Halte dieses Ergebnis vom Durchschnitt der einzelnen Prozentsätze getrennt.
Achte auch auf die addierte Reichweite. Dasselbe Konto kann mehrere Beiträge gesehen haben und deshalb mehrmals mitgezählt werden. So erhältst du nicht die Anzahl der einzelnen Konten über alle Beiträge hinweg.
Vergleiche Beiträge nach ungefähr derselben Zeit, beispielsweise immer sieben Tage nach der Veröffentlichung. Ein Foto, das erst seit einer Stunde online ist, hatte weniger Zeit, Aktionen zu sammeln, als ein Foto aus dem vergangenen Monat.
Was sagt deine Instagram Engagement Rate aus?
Beginne mit deinen eigenen, vergleichbaren Beiträgen. Erhalten deine neuesten Fotos beispielsweise mehr Aktionen pro erreichtem Konto als deine früheren Fotos? Halte bei diesem Vergleich die Formel, die berücksichtigten Aktionen und die Zeit seit der Veröffentlichung gleich.
Betrachte immer sowohl den Prozentsatz als auch die absoluten Zahlen. In einem fiktiven Beispiel ergeben zwei Aktionen bei zwanzig erreichten Konten einen Prozentsatz von 10 %. Hundert Aktionen bei 2.000 erreichten Konten ergeben 5 %. Der erste Prozentsatz ist höher, aber der zweite Beitrag hat deutlich mehr Aktionen.
Warum mehr Follower deinen Prozentsatz senken können
Teilst du durch die Followerzahl? Dann sinkt der Prozentsatz, wenn du mehr Follower gewinnst, die Anzahl der Aktionen aber gleich bleibt. Bei 100 Aktionen und 2.000 Followern lautet das Ergebnis 100 ÷ 2.000 × 100 = 5 %. Bei denselben 100 Aktionen und 4.000 Followern ergibt sich 100 ÷ 4.000 × 100 = 2,5 %.
Follower, die nichts tun, darunter falsche Follower, können deinen Prozentsatz auf diese Weise senken. Ein großes Konto hat deshalb nicht automatisch falsche Follower. Du siehst lediglich das Verhältnis zwischen der Anzahl der Aktionen und der Followerzahl.
Überlegst du, Instagram Follower zu kaufen? Gekaufte Follower bedeuten nicht automatisch echte Aufmerksamkeit, Kunden oder mehr Reichweite ohne Werbung. Steigt nur deine Followerzahl, sinkt deine Engagement Rate auf Basis der Follower sogar.
Instagram Engagement nach der Berechnung verbessern
Nutze das Ergebnis, um eine Sache auszuprobieren. Bekommen deine Fotos mit einer konkreten Frage mehr Kommentare? Stelle dann bei einem nächsten, vergleichbaren Beitrag erneut eine passende Frage. Ändere nicht gleichzeitig das Thema, das Format und die Bildunterschrift. Sonst lässt sich schwerer erkennen, was den Unterschied ausgemacht hat.
Beim Tortenfoto könntest du beispielsweise fragen: „Welche Füllung würdest du wählen: Zitrone oder Schokolade?“ So gibst du den Menschen eine klare Frage, die sie beantworten können. Mehr Kommentare sind dadurch nicht sicher.
Möchtest du über die Berechnung hinausgehen? Dann lies mehr zum Thema Instagram Engagement steigern. Diese Erklärungen können dir ebenfalls bei deinem nächsten Beitrag helfen:
- Fragen für deine Instagram Bildunterschriften, wenn du Ideen für eine Frage in deiner Bildunterschrift suchst.
- Deine Instagram Bildunterschrift formatieren, wenn dein Text schwer lesbar ist.
- Eine Frage auf Instagram stellen, wenn du Menschen etwas beantworten lassen möchtest.

